Lipide: eine Energiequelle Lipide: eine Energiequelle

Lipide: eine Energiequelle für Sportler

Kohlenhydrate sind der wichtigste Muskelkraftstoff, aber Lipide (Fett) dürfen ebenso nicht außer Acht gelassen werden. Bei regelmäßigem Training kommt der Rolle der Lipide eine besondere Bedeutung zu, da sie helfen, die Glykogenspeicher über einen längeren Zeitraum zu erhalten und so die körperliche Aktivität zu verlängern.

Funktionen von Lipiden

Lipide haben viele wichtige Funktionen:

- Strukturelle Funktion: Sie bilden die Zellmembranen und schützen die Organe vor Erschütterungen.

- Energiefunktion: Bei moderatem Sport von mehr als 30 Minuten Dauer dienen Lipide die Hauptenergiequelle.

- Wärmeregulierende Funktion: Sie halten den Körper unabhängig von der Außentemperatur auf einer Temperatur von 37 °C.

- Transmitterfunktion: Sie ermöglichen die Synthese und Übertragung der hormonellen Kommunikation.

Die verschiedenen Quellen von Lipiden in der Ernährung

Es gibt verschiedene Arten von Lipiden:

Gesättigte Fettsäuren (SFA= saturated fated acids):

Ihre Aufnahme sollte begrenzt werden. Sie sind in Butter, Käse, Frischrahm, Eigelb, Wurstwaren, fettem Fleisch, Palm- und Kokosöl, Gebäck, gehärteten Fetten usw. enthalten.

Einfach ungesättigte Fettsäuren (MUFA= monuunsaturated fated acids)

Sie sind in Avocados und Oliven, in bestimmten Ölsaaten (Erdnüsse, Pistazien, etc.), Oliven- und Rapsölen sowie im Gänseschmalz enthalten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA= polyunsaturated fated acids) einschließlich "essentieller" Fettsäuren:

Linolsäure (Omega 6) und Alpha-Linolensäure (Omega 3). Sie spielen eine Rolle beim Schutz vor bestimmten Krankheiten. Der Körper kann sie jedoch nicht bilden, deshalb müssen sie durch die Nahrung aufgenommen werden. Sie sind in fettem Fisch (Lachs, Sardinen, Makrele usw.), Weizenkeimöl, Walnüssen, Flachs, Raps und Sonnenblumenöl sowie in den meisten Ölsaaten (Nüsse, Mandeln, Leinsamen und Sonnenblumenkerne usw.) enthalten.

"Trans"-Fettsäuren: Sind zu vermeiden!

Diese bestehen aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA), die aus wirtschaftlichen und verfahrenstechnischen Gründen industriell umgewandelt wurden: bessere Konservierung, Veränderung der Textur (flüssig zu fest). Diese Modifikation bewirkt eine Veränderung ihrer Eigenschaften (Sättigung der Fettsäuren). Sie sind in den meisten Industrieprodukten wie Chips, Fertiggerichten, Gebäck, Snacks usw. enthalten.

Der Bedarf von Sportlern in Zahlen

Selbst beim Training in großer Höhe oder bei niedrigen Temperaturen ist es nicht sinnvoll, den Fettkonsum deutlich zu erhöhen, da wir immer genügend Reserven haben.

Bei Sportlern müssen Lipide 25 % bis 30% der gesamten Energieaufnahme ausmachen, einschließlich:

- 25% gesättigter Fettsäuren

- 60% einfach ungesättigter Fettsäuren

- 15% mehrfach ungesättigter Fettsäuren

- von denen 1% aus Omega-3 und 4% aus Omega-6 bestehen.

In der Praxis

Beispiel für die Ernährung eines Sportlers während der Trainingszeit:

Frühstück:

1 süßes Heißgetränk

1 Stück Obst

1 Milchprodukt

2 - 3 Scheiben Brot

10 g Butter

Mittagessen:

Rohkost + Vinaigrette (10 g Öl - Oliven- und/oder Rapsöl - oder 1 Esslöffel)

Fleisch/Fisch/Ei

Stärkehaltige Lebensmittel

10 ml Öl

30 g Käse (1 Portion geschmolzener Käse)

1 Stück Obst

Brot

Zwischenmahlzeit:

1 Milchprodukt

1 Stück Obst

Cerealien

1 Handvoll Ölsamen (Nüsse, Mandeln, Erdnüsse, Sonnenblumenkerne, etc.)

Abendessen:

Rohkost + Vinaigrette (10 ml Öl - Oliven- und/oder Rapsöl - oder 1 Esslöffel)

Fleisch/Fisch/Ei

Stärkehaltige Lebensmittel

10ml Öl

1 Joghurt

1 Stück Obst

Brot